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Durch Isolationsfehler können Ableitströme entstehen, die den Bediener oder Anwender eines elektrotechnischen Gerätes potentiell gefährden können.
Die Messung von Ableitströmen ist somit ein wichtiger Sicherheitsaspekt in der Entwicklung und auch bei der Endkontrolle von elektrotechnischen Geräten insbesondere im medizinischen Bereich.
Durch den Einsatz von Ableitstrom-Messgeräten können potenzielle Gefahrenquellen erkannt und behoben werden. Die Sicherheit von Personen und die Einhaltung geltender Vorschriften kann somit gewährleistet werden.
Die Ableitstromprüfgeräte in Verbindung mit der Elution Software bieten einen enorme Vielzahl an Mess- und Aufschaltmöglichkeiten um alle möglichen Fehlerquellen zu analysieren und zu bewerten. Zudem können auch Warmlaufphasen der Prüflinge berücksichtigt werden.
Eine umfangreiche Protokollierung über die Elution Software ermöglicht auch zu einem späteren Zeitpunkt eine lückenlose Dokumentation aller Soll- und Istwerte. Zudem ermöglicht eine mitlaufende Gut-/Fehlerstatistik eine gezielte Fehleranalyse und somit mögliche Ansätze für eine laufende Qualitätsverbesserung.
Mit der Ableitstromprüfung wird der Strom ermittelt, der in einem Fehlerfall (Unterbrechung des Schutzleiteranschlusses bei Geräten der Schutzklasse SK I oder Isolationsfehler bei Geräten der Schutzklasse SK II) über den Menschen abfließen würde. Bei der Prüfung ist der Prüfling im Normalbetrieb und wird mit einer erhöhten Spannung (Faktor 1,06-1,1) betrieben. Bei der Prüfung wird auch das Vertauschen der Anschlüsse L und N ( Prüfart A1, A2) oder der Ausfall von Phasen bei Drehstromgeräten simuliert. Die Anforderungen an die Prüfgeräte werden durch verschiedene Normen geregelt, wobei die Normen untereinander auf unterschiedliche Auswirkungen des elektrischen Stromes Wert legen. Deshalb ist es erforderlich, dass die Prüfgeräte je nach Einsatzgebiet den Effektivwert, den Mittelwert, den Scheitelwert oder den Wechselanteil des Ableitstromes ermitteln können. Die geforderte Messbandbreite liegt dabei bei 1MHz. Bei der Ableitstrommessung selbst ist zur Verhinderung von Fehlmessungen eine erdfreie Versorgungsspannung oder das isolierte Aufstellen des Prüflings unbedingt zu beachten. Durch die Art der Aufschaltung kann während der Prüfung Spannung an berührbaren Metallteilen des Prüflings anliegen, weshalb geeignete Sicherheitsvorkehrungen bei der Prüfung zu treffen sind. Die Ableitstrommessung wird meist als Typprüfung und nur vereinzelt als Stückprüfung in den Normen gefordert.
Die Ableitstrommessung wird in einigen Normenwerken - speziell zur Typprüfung - zur Vervollständigung der Messungen an elektrischen Geräten und Betriebsmitteln verschiedener Schutzklassen gefordert.
Durch Isolationsfehler können Ableitströme entstehen, welche den Bediener gefährden können. Bei der Prüfung wird sichergestellt, dass diese Ströme – im normalen Betrieb als auch beim Auftreten sogenannter Fehlerfälle - im zulässigen Bereich liegen.
Speziell bei medizintechnischen Geräten im OP-Bereich kommt dieser Messung eine spezielle Bedeutung zu. Auch bei der Durchführung von Wiederholungsprüfungen spielt die Messung eine wichtige Rolle.