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Werkerführung

Die Werkerführung ist ein digitales, interaktives Assistenzsystem zur Prozessunterstützung an Montage- und Prüfarbeitsplätzen. Sie dient dazu, Mitarbeitende schrittweise und strukturiert durch alle Arbeits- und Prüfprozesse zu leiten. Durch die Kombination aus visuellen und akustischen Anleitungen, automatischer Rückmeldung und Echtzeit-Datenerfassung trägt sie wesentlich zur Erhöhung der Prozesssicherheit, Produktqualität und Effizienz bei – unabhängig vom Qualifikationsniveau der Mitarbeitenden. Gleichzeitig unterstützt sie eine transparente, nachvollziehbare Produktion, die heutigen Anforderungen an Qualitätssicherung und Dokumentation entspricht. 

Zentrale Merkmale der Werkerführung 

  • Digitale Arbeitsanweisungen: Ein zentrales Element der Werkerführung ist die Bereitstellung digitaler Arbeitsanweisungen. Diese werden visuell über Monitore, Beamer oder LED-Anzeigen sowie akustisch über Lautsprecher vermittelt. Die Inhalte umfassen Montageanleitungen, Stücklisten, Sicherheitsdatenblätter, Checklisten oder bildgestützte Hinweise, die den Werker bei der korrekten Ausführung jedes Arbeitsschrittes unterstützen. 
  • Prozessfreigabe durch Rückmeldung: Ein charakteristisches Merkmal ist die prozessgesteuerte Freigabe von Arbeitsschritten. Der jeweils nächste Schritt wird erst aktiviert, wenn der vorherige erfolgreich abgeschlossen wurde. Diese Rückmeldung erfolgt in der Regel automatisiert, etwa über Pick-to-Light-Systeme, Sensoren oder integrierte Prüfmittel. 
  • Echtzeit-Datenerfassung und Rückverfolgbarkeit: Die Werkerführung ermöglicht eine automatisierte Erfassung aller relevanten Produktions- und Qualitätsdaten in Echtzeit. Diese Daten werden dokumentiert und können jederzeit abgerufen werden, wodurch eine lückenlose Rückverfolgbarkeit der Prozesshistorie und eine fundierte Qualitätssicherung gewährleistet sind. 
  • Standardisierung und Schulungserleichterung: Ein weiterer Vorteil liegt in der Standardisierung von Abläufen. Die Werkerführung hilft dabei, menschliche Fehler zu minimieren, indem sie klare Strukturen vorgibt. Dies erleichtert insbesondere das Anlernen neuer oder unerfahrener Mitarbeitender, die komplexe Aufgaben mit Hilfe des Systems fehlerfrei durchführen können. 
  • IT-Integration und Systemvernetzung: Moderne Werkerführungssysteme sind häufig in bestehende IT-Landschaften wie MES- oder ERP-Systeme eingebunden. Dadurch lassen sich produktionsrelevante Daten zentral verwalten, Prozesse flexibel steuern und auf Veränderungen im Produktionsablauf schnell reagieren. 

Einsatzbereiche und Vorteile 

  • Montagearbeitsplätze: Die Werkerführung findet breite Anwendung an Montagearbeitsplätzen, insbesondere bei variantenreichen und komplexen Fertigungsprozessen. Typische Einsatzfelder sind die Automobilindustrie, der Maschinenbau sowie die Elektronikfertigung. 
  • Prüfstationen: An Prüfstationen werden Prüf- und Messaufgaben direkt in den Arbeitsablauf integriert. Die automatische Dokumentation der Prüfergebnisse ermöglicht eine unmittelbare Bewertung und unterstützt die kontinuierliche Qualitätssicherung. 
  • Qualitätssicherung: Durch die direkte Rückmeldung im Falle von Abweichungen oder Fehlern unterstützt die Werkerführung eine schnelle Fehlererkennung und -behebung. Dies verringert Nacharbeitsaufwände und verbessert nachhaltig die Produktqualität. 

 

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