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Systemarbeitsplatz

Ein Systemarbeitsplatz ist ein flexibel konfigurierbarer, standardisierter Arbeitsplatz, der speziell für Montage- oder Prüftätigkeiten konzipiert wurde. Er zeichnet sich durch Modularität, Ergonomie, technische Integration und Anpassungsfähigkeit an wechselnde Anforderungen aus. Ziel ist die effiziente, sichere und ergonomische Durchführung von Arbeitsprozessen bei gleichzeitiger Wiederverwendbarkeit und einfacher Reproduzierbarkeit der eingesetzten Komponenten. Im Gegensatz zu herkömmlichen Montagearbeitsplätzen, die meist individuell für eine bestimmte Aufgabe gestaltet sind, basiert der Systemarbeitsplatz auf einem strukturierten Baukastensystem mit standardisierten Modulen und Zubehörteilen. 

Typische Merkmale eines Systemarbeitsplatzes 

  • Modularität: Systemarbeitsplätze bestehen aus standardisierten Modulen wie Arbeitstischen, Aufbauten, Werkzeughaltern oder Beleuchtungseinheiten. Diese lassen sich flexibel kombinieren, erweitern oder austauschen, wodurch die Arbeitsplätze optimal auf unterschiedliche Tätigkeiten abgestimmt werden können. 
  • Ergonomie: Ein zentrales Element ist die ergonomische Gestaltung, beispielsweise durch manuelle oder elektrische Höhenverstellung. Dadurch können Arbeitsplätze individuell an unterschiedliche Nutzer angepasst werden, was die körperliche Belastung reduziert und die Effizienz steigert. 
  • Flexibilität: Dank des modularen Aufbaus können Systemarbeitsplätze unkompliziert an veränderte Anforderungen angepasst werden. Zubehörteile wie Halteschienen, Tablarträger oder Steckdosenleisten sind nachrüstbar und ermöglichen eine schnelle Reaktion auf neue Prozesse oder Produkte. 
  • Standardisierung: Durch die konsequente Verwendung von Systemkomponenten entsteht eine einheitliche Arbeitsplatzgestaltung. Dies erleichtert Wartung und Austausch, reduziert Komplexität und unterstützt eine wirtschaftliche Skalierbarkeit innerhalb der Fertigung. 
  • Integration technischer Komponenten: Systemarbeitsplätze lassen sich mit einer Vielzahl technischer Funktionen ausrüsten – etwa mit ESD-Schutz, LED-Beleuchtung, Messplatten oder IT-Anschlüssen. Besonders in sensiblen Produktionsumgebungen wie der Elektronikmontage trägt diese technische Integration zur Prozesssicherheit und Qualitätssicherung bei. 
  • Effizienz durch Lean-Prinzipien: Die Gestaltung folgt häufig den Prinzipien von Lean Manufacturing und Kaizen. Ziel ist die Reduktion von Rüstzeiten, Laufwegen und Verschwendung. Dies erhöht die Produktivität und unterstützt eine kontinuierliche Verbesserung der Arbeitsprozesse. 

Beispiel aus der industriellen Praxis 

Ein Systemarbeitsplatz für die Schaltschrank- oder Kabelbaum-Montage ist typischerweise mit einer elektrisch höhenverstellbaren Arbeitsfläche, ESD-Schutzvorrichtungen, modularen Halteschienen für Werkzeuge und Materialien sowie LED-Beleuchtung ausgestattet. Durch weitere Module oder spezifisches Zubehör kann der Arbeitsplatz an den jeweiligen Montage- oder Prüfprozess angepasst und erweitert werden. 

 

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