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Sicherheitskennzeichnung

Die Sicherheitskennzeichnung spielt in der Branche der Fahrzeugeinrichtungen und Systeme zur Ausrüstung von Nutzfahrzeugen eine zentrale Rolle – insbesondere für Handwerker, kommunale Dienste und Serviceunternehmen, die mit ihren Fahrzeugen regelmäßig im öffentlichen Straßenraum tätig sind. Ziel der Kennzeichnung ist es, Unfälle zu vermeiden, den Arbeitsschutz zu gewährleisten und in bestimmten Fällen die rechtliche Grundlage für Sonderrechte nach § 35 der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) zu schaffen. 

Zweck und gesetzliche Grundlagen 

Sonderrechte gemäß § 35 StVO 

Fahrzeuge, die bestimmte Aufgaben im öffentlichen Raum übernehmen – wie beispielsweise Bauarbeiten, Straßenunterhaltung oder Müllabfuhr – können unter bestimmten Voraussetzungen Sonderrechte nach § 35 StVO in Anspruch nehmen. Dazu zählen Ausnahmen von Verkehrsregeln, etwa das Befahren von Gehwegen, das Halten in Halteverboten oder das Fahren entgegen der Fahrtrichtung. Voraussetzung für diese Sonderrechte ist unter anderem die deutlich sichtbare Sicherheitskennzeichnung, durch die das Fahrzeug als Arbeitsgerät eindeutig erkennbar wird. 

Relevante Normen und Vorschriften 

Die Anforderungen an die Sicherheitskennzeichnung sind in der DIN 30710 geregelt. Diese Norm legt die Gestaltung, Größe, Anbringung und reflektierende Eigenschaften der rot-weißen oder weiß-rot-weißen Warnmarkierungen fest. Nur eine normgerechte Kennzeichnung erfüllt die Voraussetzungen für die Inanspruchnahme von Sonderrechten und trägt zur rechtssicheren Ausführung von Tätigkeiten im Straßenraum bei. 

 

Praktische Anwendung und typische Einsatzbereiche 

Fahrzeuge im kommunalen und gewerblichen Einsatz 

Sicherheitskennzeichnungen kommen insbesondere bei Fahrzeugen der Straßenunterhaltung, Reinigung, Müllabfuhr, im Bauwesen sowie bei Versorgungs- und Entstördiensten zum Einsatz. Diese Fahrzeuge halten häufig an ungewöhnlichen Stellen oder befinden sich im unmittelbaren Arbeitsumfeld von Beschäftigten, die sich außerhalb abgesicherter Bereiche aufhalten. Die auffällige Markierung des Fahrzeugs trägt dazu bei, das Risiko von Kollisionen mit dem fließenden Verkehr zu minimieren. 

Kombination mit weiteren Warnsystemen 

In vielen Fällen wird die Sicherheitskennzeichnung durch weitere visuelle Warnmittel, wie gelbe Rundumkennleuchten (Warnleuchten) ergänzt. Diese erhöhen zusätzlich die Sichtbarkeit des Fahrzeugs – insbesondere bei Dunkelheit, schlechter Witterung oder in unübersichtlichen Verkehrssituationen. Die Kombination aus reflektierender Warnmarkierung und aktiver Beleuchtung sorgt für eine umfassende Absicherung. 

Funktion innerhalb der Fahrzeugeinrichtung 

Innerhalb der Konzeption und Ausstattung von Nutzfahrzeugen ist die Sicherheitskennzeichnung ein wichtiger Bestandteil der Fahrzeugeinrichtungskonzepte für den Außeneinsatz. Sie ergänzt funktionale Einrichtungen wie Regalsysteme, Arbeitsflächen oder technische Ausrüstungen um ein zentrales sicherheitstechnisches Element, das nicht nur dem Schutz der Mitarbeitenden dient, sondern auch die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften sicherstellt. 

 

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