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Insassensicherheit

Die Insassensicherheit ist ein zentrales Element bei der Konzeption und Ausstattung von Fahrzeugen, insbesondere im gewerblichen Bereich. In der Branche der Fahrzeugeinrichtungen und bei Systemen zur Ausrüstung von Fahrzeugen – etwa für Handwerker, Wartungsteams oder Serviceunternehmen – spielt sie eine wesentliche Rolle, da diese Fahrzeuge häufig genutzt und oftmals unter erschwerten Bedingungen betrieben werden. Neben gesetzlichen Vorgaben steht dabei vor allem der Schutz der Fahrer und Mitfahrenden im Vordergrund. 

Relevanz der Insassensicherheit im Arbeitsalltag 

 

Schutz vor Verletzungen und tödlichen Unfällen 

Moderne Sicherheitssysteme schützen die Fahrzeuginsassen bei Unfällen vor schweren oder tödlichen Verletzungen. Sicherheitsgurte, Airbags, stabile Karosseriestrukturen sowie Rückhaltesysteme sorgen dafür, dass Insassen in ihrer Position bleiben und nicht mit Bauteilen kollidieren oder aus dem Fahrzeug geschleudert werden. 

 

Erhöhtes Risiko bei häufigem Fahren 

Handwerker und Servicetechniker sind oft täglich auf der Straße unterwegs – mit wechselnden Einsatzorten, Zeitdruck und voller Beladung. Das erhöht das Unfallrisiko deutlich. Eine robuste Insassensicherheit wird damit zur präventiven Maßnahme zum Schutz der Mitarbeitenden. 

 

Normen und gesetzliche Anforderungen 

Fahrzeuge, insbesondere solche mit individuellen Einbauten, müssen geltende Vorschriften einhalten. Maßgeblich sind u. a.: 

  • Euro NCAP (European New Car Assessment Programme) 
  • UN-ECE-Regelungen für passive Sicherheitssysteme 
  • Nationale Bestimmungen, z. B. zur Ladungssicherung oder Rückhalteeinrichtungen 

Für Anbieter und Ausrüster bedeutet das: Fahrzeugeinrichtungen dürfen keine negativen Auswirkungen auf bestehende Sicherheitssysteme haben und müssen häufig zusätzlich getestet oder zertifiziert werden (z. B. durch Crashtests nach ECE R17 oder ECE R44). 

 

Verantwortung des Arbeitgebers 

Die Insassensicherheit ist auch Ausdruck betrieblicher Verantwortung. Unternehmen sind gemäß Arbeitsschutzgesetz und Unfallverhütungsvorschriften verpflichtet, ihren Beschäftigten sichere Arbeitsmittel zur Verfügung zu stellen – dazu gehören auch Fahrzeuge mit ausreichendem Insassenschutz. 

 

 

Aktive und passive Sicherheitssysteme im Zusammenspiel 

 

Aktive Sicherheit 

Zu den aktiven Sicherheitssystemen zählen unter anderem: 

  • ABS (Antiblockiersystem) 
  • ESP (Elektronisches Stabilitätsprogramm) 
  • Notbrems- und Spurhalteassistenten 
  • Totwinkelwarner und Abstandssysteme 

Sie helfen dabei, Unfälle zu vermeiden, indem sie das Fahrverhalten stabilisieren oder vor Gefahrensituationen warnen. 

 

Passive Sicherheit 

Diese Systeme greifen im Unfallfall ein, um die Folgen abzumildern. Dazu gehören: 

  • Airbags (Front, Seiten, Kopfairbags) 
  • Sicherheitsgurte mit Gurtstraffern 
  • Verstärkte Fahrgastzellen mit definierter Deformationsstruktur 
  • Trennwände zwischen Fahrerkabine und Laderaum zur Verhinderung von Durchschlägen bei Unfällen 

Gerade bei Handwerkerfahrzeugen mit voller Beladung ist der Einsatz geprüfter Trennwände entscheidend für den Schutz der Fahrzeuginsassen. 

 

Spezifische Herausforderungen bei Fahrzeugeinrichtungen 

Bei der Nachrüstung oder Ausstattung von Nutzfahrzeugen mit Regalsystemen, Halterungen oder Einbauten darf die Insassensicherheit nicht beeinträchtigt werden. Elemente wie lose Gegenstände, ungesicherte Maschinen oder falsch platzierte Module können im Unfallfall zur Gefahr werden. Professionelle Fahrzeugeinrichtungen integrieren daher geprüfte Rückhaltesysteme, abgestimmte Materialien und Sicherheitsprüfungen nach aktuellen Standards. 

 

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