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Der ESD-Schutz (Electrostatic Discharge) umfasst alle technischen und organisatorischen Maßnahmen, die darauf abzielen, elektronische Bauteile und Baugruppen vor Schäden durch elektrostatische Entladungen zu schützen. Diese Maßnahmen sind insbesondere in der Fertigung, Prüfung und Handhabung sensibler elektronischer Komponenten von entscheidender Bedeutung.
Elektrostatische Entladungen entstehen, wenn sich zwei Materialien durch Reibung elektrisch aufladen und die entstandene Spannung beim Kontakt mit einem leitfähigen Objekt abrupt abgebaut wird. Bereits Spannungen unterhalb der Wahrnehmungsschwelle des Menschen können empfindliche elektronische Bauelemente irreparabel beschädigen oder deren Lebensdauer erheblich verkürzen.
Um elektrostatische Entladungen wirksam zu kontrollieren und Schäden zu vermeiden, kommen eine Vielzahl von Schutzmaßnahmen zum Einsatz:
Der ESD-Schutz ist durch eine Reihe von Normen geregelt, die verbindliche Anforderungen und Prüfmethoden definieren. Die zentrale Norm in diesem Bereich ist:
Weitere Normen aus der DIN EN 61340-Reihe behandeln spezielle Aspekte des ESD-Schutzes, darunter Anforderungen an Verpackungsmaterialien, Bodenbeläge, Kleidung sowie spezifische Prüf- und Messverfahren.
In der Elektronikfertigung ist die konsequente Umsetzung von ESD-Schutzmaßnahmen unverzichtbar, um Qualitätseinbußen, Ausfälle und hohe Kosten durch beschädigte Bauteile zu vermeiden. Daher sind Schulungen und regelmäßige Überprüfungen der ESD-konformen Ausrüstung integrale Bestandteile eines umfassenden ESD-Managementsystems.
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