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Ergonomie am Arbeitsplatz

Die Ergonomische Gestaltung des Montagearbeitsplatzes – Notwendigkeit und Vorteil 

An Montagearbeitsplätzen werden Produkte gefertigt und die Qualität wesentlich beeinflusst. Für ein hochwertiges Resultat und somit den Erfolg des Unternehmens sind zufriedene, ausgeglichene und effiziente Mitarbeiter essenziell. Ein Schlüssel zum Erfolg? Die ergonomische Gestaltung der Arbeitsumgebung. Was Ergonomie am Arbeitsplatz bedeutet und welche Rolle sie in der Montage spielt, erläutern wir hier. 

Was versteht man unter Ergonomie am Arbeitsplatz? 

Ein ergonomischer Arbeitsplatz ist eine an die Bedürfnisse des Menschen optimal angepasste Umgebung - sie unterstützt die berufliche Tätigkeit und minimiert arbeitsbedingte Belastungen. Das übergeordnete Ziel ist das Wohlbefinden der Mitarbeiter sowie Effizienz im Arbeitsalltag. Wichtige Faktoren für eine perfekte Symbiose zwischen Mensch und Arbeitsmitteln sind: 

  • Die ergonomische Gestaltung der Arbeitsmittel: Von der Anordnung bis hin zur Beachtung von Greif- und Bewegungsräumen. 
  • Die Bedienerfreundlichkeit von Hard- und Software 
  • Die Arbeitsumgebung (u.a. Licht, Geräuschkulisse, mechanische und elektrische Einflüsse, Raumgestaltung) 
  • Kraft, Körpergröße, Alter und mentale Aspekte der Arbeitnehmer 

Die Ziele ergonomischer Arbeitsplätze im Detail: 

  • der Schutz der Mitarbeiter vor körperlichen Schäden, auch bei langfristiger Ausübung von Tätigkeiten. 
  • die Gewährleistung der psychischen Gesundheit 
  • eine effiziente und fehlerfreie Arbeitsausführung. 
  • Gesetzlich verankert ist die Ergonomie am Arbeitsplatz u. a. in der Arbeitsstättenverordnung (§ 3 Abs. 1 ArbStättV). 

Warum ist Ergonomie am Arbeitsplatz für die Montage wichtig 

Ergonomie gehört zu den wichtigsten Kriterien für die Gestaltung des Montagearbeitsplatzes. Sie entscheidet über die Gesundheit der Mitarbeiter und die Effizienz des Unternehmens. Die Arbeit in der Montage birgt zahlreiche Risiken, die zu einer dauerhaften Arbeitsunfähigkeit und bereits im Vorfeld zu Motivationslosigkeit, Nachlässigkeit und Unwohlsein führen. Die ergonomische Arbeitsplatzgestaltung schafft Abhilfe und verbessert nicht nur die Leistungsfähigkeit aller Mitarbeiter, sondern auch das Wohlbefinden und die Qualität der Produkte. 

Must-have Ergonomie: Die Herausforderungen des Montagearbeitsplatzes 

Im Bereich der Fertigung sind Mitarbeiter sowohl physisch als auch psychisch hohen Belastungen ausgesetzt. Tätigkeiten in der Montage können schnell zu einer Arbeitsunfähigkeit führen. Monteure sollten daher stets die Möglichkeit haben, mit diesen Herausforderungen adäquat umgehen zu können, um langfristig gesund motiviert zu bleiben. Etwaige Belastungen am Montagearbeitsplatz sind unter anderem: 

  • ungünstige Körperhaltungen
  • schlechte Umgebungsbedingungen
  • Zeitdruck und/oder 
  • monotone Bewegungsabläufe 

All das führt zu Erschöpfung, Müdigkeit und Schmerzen in Muskeln und Skelett. Ein auf die besonderen Umstände ausgerichteter ergonomischer Montagearbeitsplatz beugt diesen Problemen vor und ist der Schlüssel für gesunde und motivierte Mitarbeiter. 

Worauf Sie bei der ergonomischen Gestaltung von Montagearbeitsplätzen achten sollten 

Um einen Montagearbeitsplatz gesunderhaltend gestalten zu können, sind verschiedene Faktoren zu berücksichtigen. 

Die Arbeitshaltung  

Die meiste Zeit des Tages zu stehen oder zu sitzen ist auf Dauer eine sehr große Belastung für den Körper und muss zwingend vermieden werden. Steharbeit verlangt Höchstleistungen des Körpers und verbraucht sehr viel Energie zur Wahrung des Gleichgewichts. Langes Sitzen hingegen belastet die Wirbelsäule und insbesondere die Bandscheiben. Fehlende Bewegung führt zu deren Degenerierung und das Risiko eines Bandscheibenvorfalls steigt. Die ideale Arbeitshaltung gibt es nicht, sondern die Mischung macht's. Der menschliche Körper ist darauf ausgelegt, häufig die Haltung zu wechseln. Die ideale Lösung ist daher eine Fertigungsstation, die beides erlaubt. Wichtig ist auch die Frage, wie und woher die Monteure Materialien und Werkzeuge beziehen und wie der Fertigungsschritt beendet wird. Gebückte Haltungen oder schweres Heben in ungünstigen Positionen gilt es zu vermeiden. Auch Regale sollten so bestückt sein, dass häufig verwendete Materialien möglichst aufrechtstehend auf der Höhe zwischen Brust und Hüfte aufgehoben werden können. 

 

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