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DIN EN ISO 9001

Die DIN EN ISO 9001 ist eine weltweit anerkannte Norm für Qualitätsmanagementsysteme (QMS) und legt Anforderungen fest, die Organisationen erfüllen müssen, um eine gleichbleibend hohe Qualität ihrer Produkte und Dienstleistungen sicherzustellen. Insbesondere in industriellen Umgebungen mit Montagearbeitsplätzen und Prüfsystemen verlangt die Norm unter anderem: 

  • dokumentierte und gelenkte Prozesse für Montage und Prüfung
  • geeignete und instand gehaltene Infrastruktur und Prozessumgebung
  • kalibrierte und überwachte Prüfmittel
  • systematische Fehlervermeidung und kontinuierliche Verbesserung
  • klare Verantwortlichkeiten und qualifiziertes Personal

Dabei gibt die Norm keine spezifischen technischen Lösungen vor, sondern formuliert Anforderungen an ein Qualitätsmanagementsystem, das individuell auf die jeweiligen Prozesse und Produkte zugeschnitten werden muss. 

Prozessorientierung und Dokumentation 

Ein zentrales Element der DIN EN ISO 9001 ist der prozessorientierte Ansatz. Unternehmen sind verpflichtet, sämtliche relevanten Prozesse zu identifizieren, zu dokumentieren, zu lenken und kontinuierlich zu überwachen. Dies umfasst unter anderem Montage- und Prüfprozesse, für die Arbeitsanweisungen, Prüfpläne sowie Prüfanweisungen schriftlich fixiert werden müssen. Ziel ist es, eine reproduzierbare Produktqualität und die Einhaltung von Kundenvorgaben sicherzustellen. Die lückenlose Nachvollziehbarkeit der Abläufe bildet die Grundlage für eine systematische Qualitätssicherung. 

Infrastruktur und Prozessumgebung 

Die Norm fordert die Bereitstellung und Wartung einer geeigneten Infrastruktur, die für die Einhaltung der Qualitätsanforderungen erforderlich ist. Dazu zählen insbesondere Montageeinrichtungen, Prüfmittel sowie Kalibriergeräte. Neben der technischen Ausstattung wird auch die Prozessumgebung thematisiert, die gemäß Abschnitt 7.1.4 der Norm so zu gestalten ist, dass sie die Produktkonformität fördert. Dabei werden sowohl physikalische Einflussgrößen (z. B. Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Beleuchtung, Lärm, Staub, Vibrationen) als auch psychosoziale Faktoren berücksichtigt, die sich auf die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter auswirken können. 

Prüf- und Messmittelmanagement 

Ein weiterer zentraler Aspekt der ISO 9001 ist das Management von Prüf- und Messmitteln, insbesondere in Prüfsystemen. Die eingesetzten Geräte müssen regelmäßig kalibriert, gewartet und auf ihre Einsatzfähigkeit überprüft werden. Nur so kann die Verlässlichkeit und Rückverfolgbarkeit von Messergebnissen gewährleistet werden. Zudem müssen die Kalibrierintervalle dokumentiert und die Kalibrierergebnisse archiviert werden, um im Falle von Qualitätsabweichungen eine Ursachenanalyse durchführen zu können. 

Fehlervermeidung, Korrekturmaßnahmen und kontinuierliche Verbesserung 

Die DIN EN ISO 9001 legt großen Wert auf systematische Fehlervermeidung sowie auf das Einleiten und Dokumentieren geeigneter Korrektur- und Verbesserungsmaßnahmen. Ziel ist es, sowohl wiederkehrende Fehler als auch potenzielle Schwachstellen im Vorfeld zu identifizieren und zu beseitigen. Diese Anforderung betrifft nicht nur das Qualitätsmanagement, sondern ist auch direkt auf operative Prozesse wie Montage und Prüfung übertragbar. Die kontinuierliche Verbesserung (KVP) wird dadurch zum festen Bestandteil der Unternehmenskultur. 

Verantwortung und Qualifikation 

Die Norm schreibt vor, dass klare Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten im Unternehmen festgelegt werden müssen. Dies gilt insbesondere für qualitätsrelevante Tätigkeiten an Montagearbeitsplätzen und in der Prüfung. Darüber hinaus muss das eingesetzte Personal über die notwendige Qualifikation verfügen und regelmäßig geschult werden. Nur durch gezielte Weiterbildungsmaßnahmen lässt sich gewährleisten, dass Mitarbeiter mit den jeweils aktuellen Anforderungen vertraut sind und Prozesse sicher beherrschen. 

 

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