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Crashtest

Ein Crashtest im Bereich der Fahrzeugeinrichtungen und Fahrzeugsystemausrüstung dient der Überprüfung der Sicherheit von Fahrzeugen, deren Innenausbauten sowie der Ladungssicherung unter realitätsnahen Unfallbedingungen. Diese Tests sind insbesondere für Handwerker- und Servicefahrzeuge relevant, die häufig individuell ausgebaut und mit Werkzeugen, Maschinen oder Gefahrenstoffen beladen sind. Ziel ist es, die strukturelle Integrität und den Insassenschutz auch bei nachträglich ausgerüsteten Fahrzeugen sicherzustellen. 

Zweck und Bedeutung von Crashtests 

  • Überprüfung der Sicherheit: Ein zentraler Grund für die Durchführung von Crashtests liegt in der Bewertung des Schutzes von Fahrzeuginsassen und Dritten. Dabei wird kontrolliert, ob Einbauten, Ladung und Befestigungssysteme im Falle eines Unfalls an ihrem Platz bleiben und keine zusätzliche Gefährdung darstellen
  • Funktionstest sicherheitsrelevanter Systeme: Neben der Fahrzeugstruktur werden auch aktive und passive Sicherheitseinrichtungen getestet. Dazu zählen Airbags, Gurtstraffer sowie speziell entwickelte Rückhaltesysteme für Werkzeuge und Geräte. Die Tests zeigen, ob diese Systeme unter Crashbedingungen wie vorgesehen auslösen und wirken. 
  • Rechtliche Absicherung und Produkthaftung: Crashtests leisten einen wichtigen Beitrag zur Einhaltung gesetzlicher Anforderungen und zur Reduktion von Haftungsrisiken. Hersteller und Umrüster können durch dokumentierte Testergebnisse nachweisen, dass ihre Produkte den einschlägigen Sicherheitsstandards entsprechen – ein wichtiger Aspekt bei Versicherungsfragen oder im Falle von Unfällen. 
  • Identifikation von Verbesserungspotenzial: Die Tests dienen auch der Weiterentwicklung von Produkten und Systemen. Durch die Analyse von Testergebnissen können Schwachstellen identifiziert und sicherheitsrelevante Konstruktionsmerkmale gezielt optimiert werden. 

Rechtliche Rahmenbedingungen und Standards 

  • Nationale Typgenehmigung und Qualitätssicherung: Für die nationale Zulassung bestimmter Fahrzeugkomponenten oder -ausrüstungen – etwa über eine Allgemeine Bauartgenehmigung (ABG) – ist ein zertifiziertes Qualitätssicherungssystem erforderlich. Dieses umfasst auch die regelmäßige Durchführung von Crashtests als Nachweis für die Einhaltung sicherheitstechnischer Anforderungen. 
  • Euro NCAP und UNECE-Vorschriften: Das European New Car Assessment Programme (Euro NCAP) und die Regelwerke der United Nations Economic Commission for Europe (UNECE) gelten als maßgebliche internationale Bewertungsgrundlagen für Fahrzeugsicherheit. Sie erfassen Kriterien wie: 
    • Insassenschutz bei Frontal-, Seiten- und Heckaufprall 
    • Kindersicherheit 
    • Schutz von Fußgängern und Radfahrern 
    • Ausstattung mit Assistenzsystemen (z. B. Notbremsassistenten) 

Auch individuelle Fahrzeugeinrichtungen werden im Rahmen dieser Programme zunehmend berücksichtigt, insbesondere wenn sie die Sicherheitsstruktur oder das Verhalten bei einem Aufprall beeinflussen. 

  • Internationale Unterschiede: In anderen Märkten, wie den USA, gelten zusätzliche Anforderungen wie die Federal Motor Vehicle Safety Standards (FMVSS). Fahrzeuge, die international vertrieben werden, müssen entsprechend mehrere normkonforme Testverfahren durchlaufen. 

Durchführung und Dokumentation 

Crashtests erfolgen unter definierten, kontrollierten Bedingungen und werden mit Hilfe von Dummys, Sensorik und Hochgeschwindigkeitskameras durchgeführt. Relevante Parameter wie Verzögerungskräfte, Verformung und Bewegungsabläufe werden präzise aufgezeichnet. Die Ergebnisse werden in einem standardisierten Prüfbericht dokumentiert und dienen sowohl der internen Qualitätssicherung als auch als Nachweis gegenüber Behörden, Partnern und Kunden

 

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