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Für Elektronik- und Elektrolabore gelten besondere Anforderungen an die Arbeitsplatzbeleuchtung, da hier mit hochpräzisen, sensiblen und oft elektrostatisch empfindlichen Bauteilen gearbeitet wird. Die Qualität der Beleuchtung hat direkten Einfluss auf die Konzentration, die Fehlerquote sowie die Sicherheit der Mitarbeitenden und der Bauteile selbst.
Die Beleuchtung muss ausreichend hell, blendfrei und flimmerfrei sein, um eine belastungsarme Arbeitsumgebung zu schaffen – insbesondere bei länger andauernden Tätigkeiten. Für allgemeine Laborarbeiten wie Dokumentation oder Geräteprüfung sind mindestens 500 Lux erforderlich. Bei feinmechanischen Aufgaben wie dem Bestücken, Löten oder Prüfen von Leiterplatten sollte die Beleuchtungsstärke auf 750 bis 1000 Lux erhöht werden.
Wichtig ist eine Lichtfarbe im Bereich von 4000 bis 5000 Kelvin (neutralweiß bis kaltweiß), die eine wachmachende, konzentrationsfördernde Wirkung hat. Ergänzend sollte der Farbwiedergabeindex (CRI) mindestens 90 betragen, um Farbcodierungen, Markierungen oder Veränderungen an Bauteilen zuverlässig erkennen zu können.
Ein zentrales Kriterium in Elektronikarbeitsbereichen ist der Schutz vor elektrostatischer Entladung (ESD). Die eingesetzten Leuchten müssen ESD-konform sein, d. h. aus ableitfähigen Materialien bestehen und sich in das ESD-Schutzkonzept des Arbeitsplatzsystems integrieren lassen. Idealerweise erfolgt die Erdung direkt über das Trägersystem, um eine durchgängige Schutzzone sicherzustellen.
Moderne Elektronikarbeitsplätze sind meist modular aufgebaut und lassen sich individuell an die jeweiligen Tätigkeiten anpassen. Die Beleuchtung sollte daher ebenso flexibel montierbar und ausrichtbar sein. Schienensysteme, höhenverstellbare Ausleger oder dreh- und schwenkbare Leuchtenarme ermöglichen eine zielgerichtete Ausleuchtung, ohne dabei den Arbeitsplatz zu überfrachten. Auch eine Dimmfunktion zur Anpassung an persönliche Vorlieben oder wechselnde Umgebungshelligkeit ist empfehlenswert.
Um Ermüdungserscheinungen, Fehler oder Unfälle zu vermeiden, muss die Beleuchtung reflexionsarm und blendfrei gestaltet sein. Glänzende Oberflächen, wie sie bei Gehäusen von ICs oder Lötstellen häufig vorkommen, dürfen nicht durch ungünstige Lichtführung irritieren. Eine gleichmäßige Lichtverteilung ohne harte Schatten trägt wesentlich zum ergonomischen Arbeiten bei. Die eingesetzten Leuchten sollten zudem mechanisch robust, pflegeleicht und chemikalienbeständig sein, um den Anforderungen des Laboralltags standzuhalten.
Neben den grundlegenden Anforderungen bieten sich einige sinnvolle Ergänzungen an, um die Arbeitsplatzbeleuchtung im Elektroniklabor weiter zu verbessern. Dazu gehören Vergrößerungsgläser mit integrierter LED-Beleuchtung, die eine detaillierte visuelle Kontrolle von kleinen Strukturen ermöglichen. Außerdem kann die Lichtsteuerung durch Bewegungs- oder Tageslichtsensoren automatisiert werden. Diese Systeme steigern nicht nur den Bedienkomfort, sondern verbessern auch die Energieeffizienz, indem sie die Beleuchtung bedarfsgerecht regeln.
Tabellarische Übersicht Arbeitsplatzbeleuchtung speziell für Elektronik- oder Elektrolabore mit Arbeitsplatzsystemen:
| Kategorie | Anforderungen / Empfehlungen |
| 1. Beleuchtungsstärke (Lux-Wert) | - ≥ 500 Lux für allgemeine Tätigkeiten (z. B. Geräteprüfung, Protokollieren) - ≥ 750–1000 Lux für feine Arbeiten (z. B. Löten, Leiterplattenprüfung) - Lokale Zusatzbeleuchtung bei detailreichen Tätigkeiten unter Lupe empfohlen |
| 2. Farbtreue & Lichtqualität | - CRI ≥ 90 für korrekte Farbwahrnehmung (Kabel, Markierungen, Lötstellen)- Lichtfarbe 4000–5000 K (neutralweiß bis kaltweiß)- Flimmerfreies Licht zur Reduktion von Ermüdung, besonders bei Bildschirmarbeit |
| 3. ESD-konforme Beleuchtung | - Verwendung ableitfähiger Materialien- Erdung über das Arbeitsplatzsystem notwendig- Kompatibilität mit ESD-Systemen nach DIN EN 61340-5-1 sicherstellen |
| 4. Integration in Arbeitsplatzsysteme | - Befestigung an Schienensystemen- Höhenverstellbar, schwenkbar- Integration in Trägersäulen, Gerätekanäle- Dimmbar zur individuellen Anpassung |
| 5. Ergonomie & Sicherheit | - Blendfreie Lichtführung (Reflexionsvermeidung auf glänzenden Bauteilen)- Gleichmäßige Ausleuchtung, keine Schattenbildung- Robuste, leicht zu reinigende Leuchten |
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