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Arbeitsplatzbeleuchtung

Professionelle Beleuchtung an Elektronikarbeitsplätzen – Anforderungen, Technik und Zukunftsaussichten 

Eine geeignete Beleuchtung ist an Elektronikarbeitsplätzen, in Elektrolaboren sowie bei Montage- und Prüfsystemen von entscheidender Bedeutung. Sie beeinflusst nicht nur die visuelle Wahrnehmung und Arbeitsqualität, sondern auch Ergonomie, Sicherheit und Produktivität. Die richtige Lichtlösung erfüllt dabei eine Vielzahl technischer und arbeitsplatzspezifischer Anforderungen. 

Die ideale Beleuchtung an Elektronik- und Elektrolaborarbeitsplätzen vereint mehrere Qualitäten: Sie ist hell, blendfrei, farbtreu, flexibel einstellbar, ESD-sicher und energieeffizient. Darüber hinaus entwickelt sie sich zunehmend zu einem vernetzten, intelligenten System, das als integraler Bestandteil moderner Industrie-4.0-Umgebungen zur Fehlervermeidung, Produktivitätssteigerung und Ergonomie Verbesserung beiträgt. Eine durchdachte Lichtplanung wird somit nicht nur zum Qualitätsfaktor, sondern auch zum Wettbewerbsfaktor. 

Anforderungen an die ideale Arbeitsplatzbeleuchtung 

1. Optimale Sehbedingungen: 
Die Beleuchtung muss ausreichend hell sein, um selbst kleinste Bauteile, Leiterbahnen oder Farbcodierungen eindeutig zu erkennen. Für Tätigkeiten mit hoher Präzision wie Montage, Inspektion oder Laboranalysen werden Beleuchtungsstärken von mindestens 500 bis 750 Lux empfohlen – in manchen Fällen auch darüber hinaus. 

2. Blend- und Schattenfreiheit: 
Um die Augen nicht zu ermüden und Details nicht zu übersehen, ist eine homogene, schattenfreie Ausleuchtung unerlässlich. Lichtquellen sollten so positioniert sein, dass sie keine direkten oder reflektierten Blendungen verursachen. Auch asymmetrische Leuchten mit diffuser Lichtverteilung können dabei helfen. 

3. Hohe Farbwiedergabe: 
Elektronische Komponenten wie Kabel, Steckverbinder oder Widerstände sind häufig farbcodiert. Eine hohe Farbwiedergabe – idealerweise CRI ≥ 90 – sorgt dafür, dass Farben natürlich und unverfälscht erscheinen, was für die Fehlervermeidung entscheidend ist. 

4. Ergonomische Anpassbarkeit: 
Moderne Arbeitsplatzleuchten sollten sich in Höhe, Neigung und Helligkeit individuell anpassen lassen. Dimmfunktionen unterstützen die Anpassung an unterschiedliche Aufgaben oder persönliche Vorlieben und fördern so die Augen- und Arbeitsplatzergonomie. 

5. ESD-Schutz (elektrostatische Entladung): 
In der Elektronikfertigung können bereits geringe elektrostatische Entladungen empfindliche Bauteile beschädigen. Deshalb müssen Leuchten ESD-zertifiziert und aus ableitfähigem Material gefertigt sein, um eine sichere Entladung zu gewährleisten. 

6. Energieeffizienz und Langlebigkeit: 
LED-Technologie hat sich als Standard durchgesetzt. Sie bietet nicht nur eine hohe Lichtqualität, sondern überzeugt auch durch lange Lebensdauer, geringen Energieverbrauch und minimale Wartungsanforderungen, was die Betriebskosten deutlich senkt. 

7. Integration von Tageslicht: 
Wo möglich, sollte natürliches Tageslicht genutzt werden. Es fördert das Wohlbefinden und die Konzentration. Eine Kombination aus Tageslicht und steuerbarer Kunstlichtbeleuchtung (Human Centric Lighting) ist ideal. 

Zusätzliche Empfehlungen zur Lichtgestaltung 

  • Helle oder weiße Arbeitsflächen reflektieren das Licht besser und tragen zu einer gleichmäßigen Ausleuchtung bei. 
  • Die Position der Leuchte sollte je nach Händigkeit gewählt werden: Für Rechtshänder links oben, für Linkshänder rechts oben – um Schattenwurf durch die eigene Hand zu vermeiden. 

Arbeitsplatzbeleuchtung im Kontext von Industrie 4.0 

Im Zuge der Digitalisierung und Automatisierung nimmt die Beleuchtung eine neue Rolle als intelligentes Subsystem ein: 

1. Vernetzung und Steuerbarkeit: 
LED-Leuchten können in digitale Steuerungssysteme eingebunden werden. So lässt sich die Beleuchtung automatisch an Tageszeit, Arbeitsplatzbelegung oder Produktionsstatus anpassen. 

2. Sensorgestützte Optimierung: 
Integrierte Sensoren erfassen Umgebungsdaten wie Helligkeit, Bewegung oder Anwesenheit und ermöglichen eine bedarfsgerechte, energieeffiziente Steuerung

3. Ergonomie und Qualitätssicherung: 
Eine exakt gesteuerte Beleuchtung verbessert die Sichtverhältnisse, reduziert Fehler und unterstützt damit direkt Produktqualität, Mitarbeitergesundheit und Effizienz – alles zentrale Ziele von Industrie 4.0. 

4. Flexibilität in modularen Arbeitswelten: 
Moderne Produktionssysteme sind wandelbar. Entsprechend muss auch die Beleuchtung schnell an veränderte Arbeitsplatzsituationen anpassbar sein – etwa durch kabellose Systeme oder modulare Lichtmodule. 

 

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