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12. Januar 2023

Lean Production mit avero Arbeitsplätzen von bott

Die KROHNE Messtechnik GmbH hat die Effizienz bei der Montage und Inbetriebnahme ihrer Konverter durch Lean Production wesentlich gesteigert. Eine wichtige Grundlage bildet dabei das avero Arbeitsplatzsystem von bott.
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Seit Ende 2021 setzt die KROHNE Messtechnik GmbH bei der Herstellung ihrer elektronischen Konverter auf einen neuen und effizienteren Fertigungsprozess. Die gefertigten Baugruppen setzt das Unternehmen bei der Herstellung von Gas- und Flüssigkeitsmessgeräten ein, etwa bei Coriolis-Massendurchflussmessern oder magnetisch-induktiven Messgeräten. Unser avero Arbeitsplatzsystem schafft die Grundlage für die neue Arbeitsweise. Diese richtet sich nach den Regeln der Lean Production, einer Philosophie, die auf den Fahrzeughersteller Toyota zurückgeht. Dadurch reduziert KROHNE verschiedene Arten der Verschwendung, auch Mudas genannt, und setzt ein wesentliches Kernelement des Lean-Ansatzes in die Realität um.

 

Effizientere Fertigungsabläufe

Eine Fertigung, die von den Prinzipien der Lean Production profitieren will, muss die etablierten Arbeitsabläufe überdenken. Vor Einführung des neuen Fertigungsprozesses führten die Mitarbeiter die Montage und die Inbetriebnahme eines Konverters an mehreren Einzelarbeitsplätzen parallel durch. Das sorgte immer wieder für Wartezeiten, wenn die Systeme zur Inbetriebnahme aufgrund längerer Programmierzeiten am Einzelarbeitsplatz belegt waren. Diese Wartezeiten – eine der sieben Mudas – entfallen mit dem neuen Ansatz. Die Montage und die Inbetriebnahme sind jetzt räumlich und zeitlich voneinander unabhängig. Ist ein Konverter fertig montiert, kann sich der jeweilige Mitarbeiter direkt der Montage des nächsten Konverters widmen. Die Inbetriebnahme findet in einem Arbeitsbereich nebenan durch einen anderen Mitarbeiter statt. In diesem Arbeitsbereich sind mehrere Programmiersysteme zusammengefasst, die unterschiedliche Programmierzeiten abfangen und Wartezeiten durch die Bedienung mehrerer Systeme reduzieren.
Auch die Intralogistik hat KROHNE vom ursprünglichen Prozess abgespalten, um die Effizienz zu erhöhen. Hierzu zählt, dass die Montageplätze durch einen eigens dafür vorgesehenen Mitarbeiter fortlaufend mit neuen Teilen beliefert werden. Damit bleiben den Monteuren unnötige Laufwege erspart – eine weitere Muda. Das Unternehmen hat außerdem bei der Gestaltung des Arbeitsbereichs großen Wert auf Zugänglichkeit gelegt. So ist es möglich, die komplexe Technik, die für die Inbetriebnahme verwendet wird, präventiv zu warten. Der Wertschöpfungsprozess wird dabei nicht unterbrochen.

 

Wie das avero Arbeitsplatzsystem die Produktion unterstützt

Verschiedene Elemente des avero Arbeitsplatzsystems tragen zum reibungslosen neuen Ablauf bei. Bis zu vier Personen können an den L-förmigen und ESD-geschützten Arbeitsplatten aus Hartlaminat der Montage nachgehen. Elektrische Höhenverstellungen ermöglichen eine angenehme Körperhaltung, unabhängig von der Größe des jeweiligen Mitarbeiters. Neben Ablagen und Werkzeughaltern gehört für jeden Arbeitsplatz ein Bildschirmhalter zur Ausstattung. Über andockbare Bereitstellungswagen werden die Arbeitsplätze mit Bauteilen versorgt, sie lassen sich gemeinsam mit den Arbeitsplätzen in der Höhe einstellen. Fertig montierte Konverter gelangen in KLTs über eines der beiden FIFO-Regale zur zentralen Inbetriebnahme.

 

Ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess

Die KROHNE Messtechnik GmbH hat mit der Trennung der Arbeitsabläufe bei der Herstellung der Konverter eine Volumensteigerung von ca. 30 Prozent erreicht, ohne den Arbeitsdruck auf die Mitarbeiter zu erhöhen. Es handelt sich dabei aber nicht um ein finales Ziel. Wesentlicher Gedanke der Lean Production ist das Kaizen, das Bestreben, schrittweise immer besser zu werden. Zukünftige Potenziale sieht KROHNE daher beispielsweise in der Reduzierung des Puffers zwischen Montage und Inbetriebnahme. Dieser kann in den FIFO-Regalen entstehen, wenn die Durchsatzmenge der Montage größer ist als die der Inbetriebnahme. Auch solche Lagerbestände gelten in der Lean Production als Muda.

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